Donnerstag, 11. April 2013

o'bon - echt aus pappe!

es gibt ja kaum etwas, das es nicht gibt. das, was es gibt, ist nicht unbedingt immer gut. eines aber findet man immer häufiger: umweltbewusstein beim verbraucher, und das ist gut. wir kaufen heute bewusst nahrungsmittel, die aus ökologischem anbau stammen, klamotten, die ohne viel chemie hergestellt, kaffe & schokolade, die fair gehandelt werden und chlorfrei gebleichtes klopapier. in einem bereich des täglichen lebens ist unser grünes gewissen aber meist recht dürftig entwickelt: allein auf meinem schreibtisch und dessen schubladen finden sich zig kugelschreiber, stifte und büroutensilien - alle aus kunststoff. sind diese aufgebraucht, so landen sie im müll, meist im restmüll. hand auf, herz - bei ihnen ist das doch genauso, oder? wo wir beim einkauf bereits seit jahren darauf achten, möglichst papiertüten oder plastiktüten zu benutzen, welche kompostierbar sind, so sündigen wir weiterhin beim schreiben.

bio'bon zerfällt annähernd vollständig zu wasser und kohlenstof innerhalb von 100 tagen
kompostierbarer öko-kugelschreiber aus dem innovativen material "bio'bon",
welches zu kohlenstoff und wasser zerfällt
in eben diese ökoniche sind die gründer der amerikanischen firma o'bon vorgestoßen und begannen in 2007 mit der produktion von umweltverträglichen und qualitativ hochwertigen büromaterialien. so finden sich heut z.b. blei- und buntsifte aus altpapier, notizblöcke aus bagasse (rückstände aus der zuckerherstellung aus zuckerrohr) und kugelschreiber aus "bio'bon" - einem neuwertigen, zu 100 prozent kompostierbaren material.

die artikel von o'bon werden in deutschland exklusiv von der firma myecocase.com vertrieben und können dort im webshop bezogen werden.

Mittwoch, 10. April 2013

vorsicht: braune kartoffeln!

"auf ein wort" zu "Ökologie von rechts - Braune Umweltschützer auf Stimmenfang"

scheinbar normale, apolitische braune kartoffeln
"man ist, was man isst" so heißt es und da lauert in der kartoffel - vielleicht gleich um die ecke - die braune gefahr! nein, nicht die soße, die kartoffel selbst, die ist nämlich braun oder könnte braun sein, politisch also. nun ist es ja seit christopherchens amerikafahrt kein geheimnis mehr: die tolle knolle ist der deutschen liebstes ding, wenn es um's essenfassen geht - gewissermaßen also eine kulinarische bekenntnis zum nationalismus. da könnte man meinen, dass selbst der salzkartoffelverzehrende linksaußenvondermitte stehende kleine oskar im grunde ein brauner ist wenn er eine braune isst. und das ist, gelinde gesagt, ganz schön schlimm und gleichermaßen verwirrend!

aber es kommt noch schlimmer, denn nun sind die braunen dinger nicht nur per se braun, also politisch, sondern explizit richtig dolle braun, weil nämlich die anbauenden landwirte (also einige ganz wenige in mac-pomm und in den handel gelangen deren früchte ja eh nicht wirklich, neeeein!) der brauen erde so verhaftet sind, dass sie gedanklich den verirrungen einiger ewig gestriger und geistig minderbemittelter hinterherhängen und nun dafür sorgen, das der brave, braune knollen verzehrende bundesbürger nichtsahnend und unbemerkt von innen her indoktriniert und so zum braunen knollenverzehrer mutiert - schrecklich. das schlimme dabei ist der umstand, dass man die eine natürlich braune von der anderen politisch braunen kartoffel ja nicht unterscheiden kann. tests haben gezeigt, dass die einen wie die anderen sich völlig gleich verhalten, also etwa linksherum ebenso schnell drehen wie rechtherum, gleichermaßen stoisch auf marschmusik reagieren oder in müllermilch schwimmen.

die lösung: politisch korrekte grüne kartoffeln
wie dem auch sei, der politisch korrekte bewohner unserer schönen bundesrepublik (nur kurz parenthetisch sei darauf hingewiesen, dass die vokabel "republik" ja auch recht rechts anmutet) steht nun vor dem praktischen problem, wie er die rechte von der unrechten - nein, ich formuliere um, also: wie er die natürlich braune von der politsch braunen kartoffel unterscheiden kann. sie ahnen es sicher: gar nicht. geht nicht. erst nach der verkonsumierung und der schleichend fortschreitenden inneren verbräunung beginnt die umwelt des unglücklich infizierten zu erahnen, dass er dem verzehr politisch brauner kartoffeln anheim gefallen ist (der verzehrer merkt davon natürlich nichts).

doch verzagen sie nicht, geehrter leser, sie müssen nicht auf ihre leibspeise verzichten, um auf den konsum von reis oder nudeln umzusteigen, nein, es gibt eine sichere (?) methode, den braunen trieben zu entrinnen: grüne kartoffeln! essen sie einfach grüne kartoffeln! jaja, ich weiß, die schmecken nicht so gut und sind zudem noch ein bisschen giftig, aber was nimmt man nicht alles in kauf, um auf der einen seite liebgewonnene gewohnheiten zu bewahren und auf der anderen im besitz eines reinen gewissens zu bleiben. also, in diesem sinne: guten appetit!