Freitag, 9. Juli 2010

xp auf hp compaq 615 installieren

dass hardware immer billiger wird, haben wir schon anhand der farblaserdrucker feststellen können. anders als bei diesen, muss man bei notebooks aber keine verbrauchsmaterialien nachkaufen. es sind höchstens nach ein paar jahren ein neuer akku und vielleicht das eine oder andere ersatzteil fällig. ich habe für einen kunden ein hp compaq 615 für unter 300 € eingekauft (das ist wohlgemerkt der vk für endkunden, kein einkaufspreis - die sind inkl. steuer oft gleich oder gar höher als die vk für otto normaluser).

das compaq 615 ist ein feines, kleines gerät, das den anforderungen meines kunden vollauf genügen wird. da in dessen umgebung auf den clients ausschließlich xp prof. als betriebsystem läuft, soll das neue notebokk ebenfalls mit dem bewährten betriebsystem von ms betrieben werden. dafür sind die 1024 mb ram auch vollkommen ausreichend. da auf dem gerät lediglich ein dos vorinstalliert ist, wird dieses gegen das xp ausgetauscht. das ist normalerweise kein problem und funktioniert quasi von selbst. das compaq 615 stellt einen allerdings ein paar kleine hürden in den weg. das kommt bei neuer hardware immer häufiger vor, wenn man xp installieren will, da es für xp nicht immer alle benötigten treiber gibt.

wesentlich für die installation des betriebsystemes ist es natürlich, dass die instsallationsroutine (meist von cd) gelesen und das xp-datenpaket auf die festplatte geschrieben werden kann. ersteres ist i.d.r. kein problem, beim schreiben auf die platte gibt es aber immer häufiger probleme, da heute im regelfall sata-platten verbaut werden, xp aber für diese keine treiber bereithält. nun kann man eine installations-cd mit eingebundenem sata-treiber erstellen (z.b. mit n-lite), es geht aber auch einfacher, indem man im bios des laptops die voreinstellung des ferstplattencontrollers von ahci auf ide umstellt. dazu drückt man während des bootens f10 und manövriert anschließend mit der maus(!) zu system configuration/device configurations und stellt den sata-modus auf ide ein. generell ist die kommunikation mittels ahci der ide vorzuziehen, in der praxis macht das aber keinen unterschied, und die installation von xp kann beginnen.

nach der xp-installation müssen die fehlenden treiber in das system eingebunden werden, welche man alle auf der hp-website findet (einige gibt es nur auf der englischsprachigen seite). dafür bedarf es natürlich eines internetzuganges - der compaq 615 wird da nicht helfen können, da die treiber sowohl für den lan-adapter als auch für die wlan-karte fehlen...

Dienstag, 6. Juli 2010

cp 1215 toner chip zurücksetzen

man kauft sie heute ungefähr für den gegenwert einer pkw-tankfüllung: farblaserdrucker. für etwas mehr als 100 € wechseln sie den besitzer. ich habe kürzlich einen cp 1215 von hp beim örtlichen hw-dealer erworben. das gerät ist klein, leise und schnell einsatzbereit. das druckbild ist prima und für den privaten gebrauch oder den gelegentlichen einsatz im gewerblichen bereich ist das gerät ausreichend. nur mit größeren dateien hat es probleme, da der speicher recht klein dimensioniert ist.

nun fragt man sich, wie ein so niedriger preis für ein so technisch aufwändiges produkt zustande kommen kann. ganz einfach: die verbrauchsmaterialien schlagen mit stolzen preisen zu buche. die tonerkartuschen sind beim kauf nur halb gefüllt und die chips auf einen entsprechenden wert gesetzt. das bedeutete in meinem fall, dass bereits nach 2 wochen der drucker den dienst verweigerte, da die schwaze kartusche leer sei. eine neue, volle kartusche (1.500 seiten) kostet stolze 89 € - davon braucht man 4, neben der schwarzen magenta, cyan und gelb. in der praxis wird man also nach ein paar wochen mit folgekosten in höhe von 356 € konfrontiert!

es geht aber auch anders! der tatsächliche tonerfüllstand wird vom drucker nicht ermittelt, es wird einfach die seitendruckleistung gezählt. nach 1500 seiten (oder 750 bei halb befüllter kartusche) meldet der chip in selbiger: leer und stoppt den drucker, egal wieviel toner noch in der kartusche ist. da es sehr von der farbdeckung der druckseiten abhängt, wieviel toner tatsächlich verbraucht wird (man geht im mittel von 5% deckung aus), muss der hersteller hier einen wert definieren. der wird in der regel bei mehr als der durchnschnittlichen deckung von 5% liegen. das ist ja auch verständlich, da man sonst gefahr liefe, ein unbefriedigens druckergebnis zu liefern, weil der toner leer ist, bevor der chip das drucken sperrt. also ist der füllstand der tonerkartuschen höher als bei durchschnittlichem verbrauch erforderlich, und der chip sperrt eine u.u. noch halbvolle kartusche. was tun?

das neubefüllen der kartusche bringt hier natürlich nichts, es muss ein nener chip her. den kann man für 89 € mit einer neuen (vollen) kartusche erwerben, aber da drehen wir uns im kreis... generell besteht natürlich die möglichkeit, den chip (eeprom) neu zu programmieren. das funktioniert auch (jedenfalls bei anderen druckern, beim cp 1215 habe ich das noch nicht probiert), allerdings ist das für den durchschnittsuser kaum eine gangbare lösung. aber wo es einen bedarf gibt, da gibt es auch eine markt, und man kann diese chips und passenden toner käuflich erwerben.

für den cp 1215 kostet ein set bestehend aus chip und toner für annähernd 2 füllungen weniger als 30 €. wenn man diesen preis auf eine komplette neubefüllung, bzw. 4 neue tonerkartuschen umbricht, dann stehen den 356 € für die originalkartuschen ca. 60 € - 70 € gegenüber. das klingt doch schon anders - oder?

es muss allerdings erwähnung finden, dass die kartuschen natürlich verschleißen und das druckergebnis mit der zeit nicht besser wird. wie lange das beim cp 1215 dauert, weiß ich (noch) nicht, mit sicherheit werden die kartuschen aber wenigstens einen weiteren zyklus von 1500 seiten ohne nennenswerte qualitätseinbußen überstehen, wahrscheinlich sogar deutlich mehr.