Montag, 18. April 2011

ccs - sprudelwasser

nein, ich habe mich nicht vertippt, es geht um ccs und nicht um css. ccs steht für carbon dioxide capture and storage, was so viel heißt wie kohlendioxydabscheidung und -speicherung, nachzulesen z.b. bei wikipedia. ausgedacht hat sich das ganze die energieindustrie, um den ausstoß des klimaschädlichen gases co2 zu vermindern, ohne auf regenerative energieformen umsteigen zu müssen. der gedanke ist simpel: man filtert das beim verbrennungsprozess entsehende co2 heraus und lagert es irgendwo... anders. also, z.b. weit weg - wie wäre es mit schleswig-holstein, im norden - da wohnen eh nur ein paar bauern, die werden sich kaum dran stören - und falls doch, dann gibt es bestenfalls einen treckersitzstreik oder ähnliches - süß. ach, die haben sogar eine wäppseite: http://www.kein-co2-endlager.de

die gegner dieser innovativen und intelligenten technik (ja, die gibt es leider immer), also besagte bauern, argumentieren u.a. damit, dass das co2 das grundwasser verseuchen könnte. das ist natürlich unsinn, wie wir aufgeklärten vattenfall-bürger wissen; vielmehr liegt hier doch eine riesen chance! kurze nachhilfe für alle, die während des chemieunterrichts den klassenbesten und / oder lehrer mit papierkügelchen beschossen haben: kohlendioxyd (co2) plus wasser (h2o) gibt blubberwasser.

na, klingelt's vielleicht schon? richtig, lasst doch die energiefutzies ihr co2 hierher nach norddeutschland pumpen - wir leiten es durch unser hervorragendes flensburger grundwasser und ziehen das ganze auf flaschen - ccs-sprudelwasser, ein riesen geschäft! noch dazu beinahe kostenlos, also für uns bauern. da fällt mir doch gleich auf anhieb ein prima werbespruch zu ein: wer zuletzt lacht, lacht am besten! prost.

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