Dienstag, 19. Juni 2012

jährlich tüv für alte autofahrer?

da hat die eu sich ja wieder was tolles einfallen lassen, alle autos, die älter als 7 jahre sind, sollen jährlich zur hauptuntersuchung - im volksmund: zum tüv. damit soll die verkehrssicherheit erhöht werden. ob sich so die zahl von verkehrsunfällen verringern lässt? fraglich, meint der adac, und auch der deutsche verkehrsminister ramsauer hält von dem vorschlag wenig «Unsere Prüfpraxis ist seit langem bewährt und kann anderen EU- Ländern hilfreiche Orientierung sein.»

da gäbe es aber einen anderen hebel, der, würde er angesetzt, zur erhöhung der verkehrssicherheit signifikant beitragen könnte; der tüv für ältere verkehrsteilnehmer. immer wieder hört man von unfällen, die von senioren verursacht werden, da diese häufig von schleichenden körperlichen beinträchtigungen betroffen sind, welche u.u. unbemerkt bleiben, bis es zu spät ist. erwähnt sei hier z.b. die altersbedingte makuladegeneration (amd) oder das glaukom (grüner star), welches zu unbemerkten gesichtsfeldausfällen und letztlich zur erblindung führt.

um die risiken einer anderen gruppe, nämlich der der fahranfänger, im straßenverkehr zu minimieren, hat sich die politik bereits vor über 25 jahren zum handeln durchgerungen; der führerschein auf probe erlebte seine einführung im jahr 1986 und hat das seine zur reduzierung der unfallzahlen beigetragen. ein ähnliches modell für ältere verkehrsteilnehmer könnte nun helfen, diese weiter zu verringern. so wäre es denkbar, für senioren ab 70 jahren alle zwei jahre einen fahrtüchtigkeitstest oder wenigstens einen "augentüv" einzuführen - von berufskraftfahrern wird dies längst gefordert. da traut sich aber kein politiker ran, denn da lauert eine graue lobby, die der senioren - fleißige wähler...

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