Donnerstag, 9. Dezember 2010

110 kv-freileitung breklum flensburg

seit annähernd 10 jahren streiten eon und gegner der geplanten 110 kv-hochspannungs-freileitung zwischen breklum und flensburg über die errichtung der überirdischen hochspannungstrasse. eon argumentiert, dass die alternative erdkabel aus kostengründen nicht realisierbar sei, obgleich bereits in 2004 eine fundierte studie von prof. brakelmann, ein anerkannter experte für land- und seekabeltechnik, zu einem anderen ergebnis kam. die studie zeigt, dass ein erdkabel allein aus ökonomischer sicht von vorteil ist.



nun stellt eon mit der errichtung der ersten fundamente und mastfüße die gegner der freileitung scheinbar vor vollendete tatsachen. trotz der tatsache, dass für den abgebildeten mastfuss bei oxlund/ großenwiehe noch keine baugenehmigung vorliegt, agiert die eon hier auf eigene faust. laut aussage einer vertreterin der gemeinde großenwiehe muss die eon die fundamente und mastfüsse ggf. wieder zurückbauen. das scheint den stromriesen aber nicht zu schrecken, vielmehr droht dieser nun landbesitzern mit enteignung.

auch wenn das ganze aus sicht der teils bereits eingeknickten, teils müden gegner eher trübe aussieht, so wehren sich einige noch immer vehement gegen die ignorante vorgehensweise der eon. auch das bereits genehmigte planungsfesstellungsverfahren steht nach jüngsten informationen auf wackligen füßen und wird juristisch angefochten werden.

nähere informationen dazu findet man voraussichtlich demnächst auf der derzeit etwas vernachlässigten website der bewegung pro-erdkabel.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen